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Die Rechnung, die niemand macht: Was eine Stunde Maschinenstillstand durch ungeschultes Personal wirklich kostet

Fragen Sie einen Produktionsleiter, was eine Stunde Maschinenstillstand kostet. Die meisten zucken mit den Schultern. Fragen Sie dann, was es kostet, wenn der Stillstand passiert, weil ein Mitarbeiter nicht richtig eingewiesen wurde. Dann wird es still. Nicht weil die Antwort kompliziert ist – sondern weil diese Rechnung schlicht nie gemacht wird.

147.000 Euro. Pro Stunde.

Die Zahl klingt abstrakt. Aber sie ist real: Laut der ABB-Studie Value of Reliability kostet eine Stunde ungeplanter Stillstand in deutschen Industriebetrieben durchschnittlich 147.000 Euro.¹ In der Automobilindustrie sind es laut Siemens sogar 2,3 Millionen US-Dollar pro Stunde – doppelt so viel wie noch 2019.²

Das sind keine Extremfälle. 67 Prozent der deutschen Industriebetriebe erleben mindestens einmal im Monat einen ungeplanten Stillstand.¹ Und die Ursache ist nicht immer ein technischer Defekt.

**80 Prozent aller ungeplanten Stillstände gehen auf Equipment-Ausfall zurück. Aber 19 Prozent sind menschliches Versagen.**² Und genau dieses menschliche Versagen beginnt fast immer an derselben Stelle: bei der Einarbeitung.

Der Faktor, den niemand einpreist

Wenn Unternehmen über Stillstandskosten sprechen, denken sie an defekte Lager, veraltete Steuerungen und fehlende Ersatzteile. Das ist richtig. Aber es ist nicht vollständig.

Denn ein erheblicher Teil der Stillstände entsteht nicht durch Technik – sondern durch Menschen, die nicht wissen, was sie tun sollen. Oder die es falsch gelernt haben. Oder die es richtig gelernt haben, aber in einer Sprache, die sie nicht verstehen.

In Gesprächen mit Produktionsleitern hören wir immer wieder dieselben Szenarien:

  • Der neue Mitarbeiter, der bei einer Störung die falsche Taste drückt – weil ihm der Schichtleiter die Maschine in zehn Minuten "erklärt" hat.

  • Der Leiharbeiter, der am Montag anfängt und am Dienstag an einer Linie steht, die er noch nie gesehen hat.

  • Der erfahrene Werker, der in Rente geht – und sein Wissen über die Macken der alten Anlage mitnimmt.

  • Der polnische Kollege, der die Sicherheitsunterweisung auf Deutsch unterschrieben hat, aber nicht verstanden hat, welche Ventile in welcher Reihenfolge geschlossen werden müssen.

Keines dieser Szenarien taucht in einer Stillstandsanalyse auf. Dort steht dann: "Bedienfehler" oder "Fehlbedienung Anlage". Aber die eigentliche Ursache – eine mangelhafte oder fehlende Schulung – wird nie beziffert.

Die Rechnung, die sich lohnt

Machen wir die Rechnung, die sonst niemand macht. Ein Beispiel aus einem typischen mittelständischen Betrieb:

Kostenfaktor

Konservative Schätzung

Ungeplanter Stillstand pro Vorfall

2 Stunden

Stillstandskosten pro Stunde (Mittelstand)

10.000–50.000 €

Vorfälle durch Bedienfehler pro Jahr

6–12

Direkte Kosten durch Bedienfehler p.a.

120.000–1.200.000 €

Einweiser-Stunden pro Woche (2 Schichtleiter à 5h)

10 Stunden × 50 € = 500 €/Woche

Einweiser-Kosten pro Jahr

26.000 €

Nacharbeit und Ausschuss durch Fehler

30.000–100.000 €

Gesamtkosten mangelhafter Einarbeitung

176.000–1.326.000 € pro Jahr

Diese Zahlen sind konservativ. Sie berücksichtigen nicht die Folgekosten: verlorene Aufträge, Vertragsstrafen bei Lieferverzögerungen, Kundenreklamationen, Nachaudits.

Die Ironie: Unternehmen investieren sechsstellige Beträge in Predictive Maintenance für ihre Maschinen – aber null Euro in die systematische Qualifizierung der Menschen, die diese Maschinen bedienen.

Warum der "Einweiser" keine Lösung ist

Der Standard in deutschen Produktionsbetrieben: Ein erfahrener Mitarbeiter zeigt dem neuen Kollegen, wie es geht. Das nennt sich "Einweiser-Prinzip" und funktioniert – solange drei Bedingungen erfüllt sind:

  1. Der Einweiser hat Zeit (hat er selten – er steht selbst an der Linie).

  2. Der Einweiser erklärt standardisiert (tut er nicht – jeder zeigt es anders).

  3. Der neue Mitarbeiter versteht die Sprache (oft nicht der Fall).

Wenn eine dieser Bedingungen nicht erfüllt ist, entsteht ein Risiko. Wenn keine erfüllt ist, entsteht ein Stillstand.

💡 Aus einem Sales-Gespräch: "Was passiert eigentlich, wenn mal eine Maschine wirklich ausfällt und was für Folgewirkungen sind daraus? Dass die nachgelagerten Abteilungen in die Knie gehen." – Das ist die Realität in Betrieben mit 200+ Produktionsmitarbeitenden und 4–5 verschiedenen Sprachen.

Das Einweiser-Prinzip skaliert nicht. Nicht bei Fluktuation, nicht bei Zeitarbeit, nicht bei Mehrsprachigkeit, nicht bei Schichtbetrieb. Und es hinterlässt keinen Nachweis – weder für das Audit noch für die Fehleranalyse.

Der versteckte Multiplikator: Wissen, das in Rente geht

Die Kosten mangelhafter Einarbeitung sind schon heute hoch. Aber sie werden dramatisch steigen – denn die Menschen, die das Wissen haben, gehen.

Laut VDMA wird in den nächsten zehn Jahren jeder vierte Beschäftigte im Maschinen- und Anlagenbau in Rente gehen.³ Das sind nicht nur Köpfe, die fehlen. Das ist Erfahrungswissen, das verschwindet:

  • Welche Eigenheiten hat Linie 3 bei Temperaturwechsel?

  • Wie klingt Anlage 7, wenn das Lager kurz vor dem Ausfall steht?

  • Welcher Handgriff verhindert den Störfall, der alle sechs Wochen vorkommt?

Dieses Wissen steht in keinem Handbuch. Es steckt in den Köpfen der Erfahrenen. Und wenn diese Menschen gehen, steigen die Stillstandskosten – nicht weil die Maschinen schlechter werden, sondern weil niemand mehr weiß, wie man sie am Laufen hält.

Die Alternative: Schulung, die ROI liefert

Die Lösung ist nicht "mehr schulen". Die Lösung ist anders schulen – so, dass jede Schulung einen messbaren Return liefert.

Was das konkret bedeutet:

Heute (analog)

Morgen (digital)

ROI-Effekt

Einweiser zeigt 5× dasselbe

Video einmal aufnehmen, unbegrenzt nutzen

Einweiser-Zeit fällt weg → zurück an die Linie

Schulung auf Deutsch

Schulung in 30+ Sprachen per KI

Verständnis steigt → Bedienfehler sinken

Wissen im Kopf des Meisters

Wissen im Video, durchsuchbar

Expertenwissen bleibt → auch nach der Rente

Keine Erfolgskontrolle

Quiz mit Mindestpunktzahl

Kompetenz nachgewiesen → weniger Fehlbedienung

Schulung dauert Tage

Schulung dauert Minuten am Arbeitsplatz

Schnellere Produktivität → weniger Anlaufverluste

Die ROI-Rechnung in der Praxis

Ein mittelständischer Betrieb mit 200 Produktionsmitarbeitenden, der pro Jahr:

  • 6 Stillstände durch Bedienfehler vermeidet (à 2h × 20.000 €) = 240.000 € gespart

  • 10 Stunden Einweiser-Zeit pro Woche freisetzt (500 €/Woche × 52) = 26.000 € gespart

  • Nacharbeit und Ausschuss um 30 % reduziert = 30.000–50.000 € gespart

  • Einarbeitungszeit für neue Mitarbeitende halbiert = schwer bezifferbar, aber spürbar

Konservativ gerechnet: 296.000–316.000 Euro Einsparung pro Jahr. Dem gegenüber stehen die Kosten einer digitalen Schulungsplattform – ein Bruchteil davon.

Das ist kein Nice-to-have. Das ist ein Business Case mit dreistelligem ROI.

Warum diese Rechnung so selten gemacht wird

Die Antwort ist unbequem: Weil niemand zuständig ist.

  • Die Produktion misst OEE, Taktzeit, Ausschussquote – aber nicht "Stillstands-Stunden durch mangelnde Schulung".

  • HR misst Fluktuationsrate und Time-to-Hire – aber nicht "Produktivitätsverlust in den ersten 4 Wochen".

  • QM misst Audit-Ergebnisse und Reklamationen – aber nicht "Kosten vermeidbarer Qualitätsmängel durch Bedienfehler".

  • Controlling sieht die Stillstandskosten – aber nicht die Ursache hinter "Bedienfehler".

Das Ergebnis: Jede Abteilung sieht ein Stück des Problems. Keine sieht die ganze Rechnung. Und weil niemand die ganze Rechnung sieht, wird auch nie in die Lösung investiert.

Der erste Schritt: Machen Sie die Rechnung

Sie müssen nicht sofort eine Plattform einführen. Aber Sie sollten eine Frage beantworten:

Was kosten Sie Stillstände, die durch bessere Schulung vermeidbar wären?

Wenn die Antwort über 100.000 Euro pro Jahr liegt – und das tut sie in fast jedem Betrieb mit mehr als 100 Mitarbeitenden – dann ist die Frage nicht ob Sie in digitale Schulung investieren. Sondern wie schnell.

Denn jede Woche ohne Lösung ist eine Woche, in der Ihr bester Schichtleiter einen neuen Kollegen zum fünften Mal dasselbe erklärt. In der ein Leiharbeiter an einer Maschine steht, die er nicht kennt. In der Erfahrungswissen in Rente geht, das nie dokumentiert wurde.

Die Maschinen werden nicht besser. Die Mitarbeitenden werden nicht weniger. Aber die Rechnung wird jeden Monat teurer.

Quellen

¹ ABB, Value of Reliability: The cost of unplanned downtime 2024, 2024. abb.com/news/de/detail/116577

² Siemens, The True Cost of Downtime 2024, 2024. assets.new.siemens.com

³ VDMA, Beschäftigtenabbau im Maschinen- und Anlagenbau, 2025. vdma.eu

Kraka ist die Plattform, die Prozesswissen in der Fertigung sichtbar, zugänglich und skalierbar macht. Von der Videoaufnahme über KI-Übersetzung bis zur auditierbaren Schulung – alles in einer Lösung. Mehr erfahren auf gokraka.com.

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